Fechten beim TV Hoffnungsthal

Über das Fechten

Fechten nennt man den Zweikampf mit Sportwaffen, im Gegensatz zum Kampf mit Schusswaffen. Beim Fechten sind die Spitzen + Schneiden abgestumpft und können weder Fechtkleidung noch Maske durchdringen. Die gebräuchlichsten Fechtwaffen sind:

Die Variationen fechterischer Aktionen sind sehr vielseitig. Die Grundtechnik aller Waffen besteht im Angriff mit geradem Stoss, Finte, Umgehung, Klingenschlägen u.ä. Diese können mit Paraden unwirksam gemacht werden, worauf der Gegenangriff erfolgt, bis ein Treffer fällt.

Der Angriff wird meist mit einem Ausfallschritt oder einem Sturzangriff (Flêche) ausgeführt. Der Angreifer kann dabei grundsätzlich entweder versuchen, die gegnerische Klinge zu beseitigen oder durch Vortäuschen eines Stoßes (Finte) zu verleiten, die er dann seinerseits ausnutzen kann.

In der Defensive sind wesentliche Optionen die Paraden, d.h. die Abwehr der gegnerischen Klinge mit der eigenen Klinge, das Zurückweichen, oder ein Zwischenstoß in den gegnerischen Angriff. Die Aktionen werden auch nach den unterschiedlichen Positionen der Waffe unterschieden. Die Bezeichnungen sind französischen Ursprungs, wie z.B.: Waffenpositionen

Im schnellen Wechsel von Angriff und Verteidigung entwickelt sich dann das Gefecht. Als Gewinnpunkte gelten Stöße auf die gültige Trefffläche, beim Degen ist es der ganze Körper. Zum Sieg in einem einzelnen Gefecht führen i.d.R. 5 Treffer (bei Schülern 4 Treffer) oder ein Treffervorsprung nach Ablauf von 3 Minuten. Bei Einzelkämpfen mit KO-System wird innerhalb 3x3 Minuten auf 15 Treffer gefochten. Bei Mannschaftskämpfen starten 3 Fechter pro Mannschaft im Stafettenmodus. Jeder ficht innerhalb von 3 Minuten bis zum 5. Treffer. Die nachfolgenden Paarungen übernehmen den Trefferstand. Gefochten wird bis 45 Treffer oder Zeitablauf. Der Schiedsrichter beim Fechten heißt "Obmann". Er startet das Gefecht mit der Frage: "Beide Fechter fertig?" und gibt, nachdem beide Fechter ihre Bereitschaft signalisiert haben, das Startkommando "Los!". Unterbrochen wird das Gefecht mit "Halt!".

Die Trefferanzeige wird elektronisch geregelt. Die Waffen sind mit einem Körperkabel über eine Laufrolle mit dem Anzeigengerät (Melder) verbunden. Im Degenfechten ist die Anzeige klar und verständlich: Es leuchtet entweder die rote oder die grüne Lampe auf der Seite des treffenden Fechters auf. Beide Lampen zeigen auch einen gleichzeitigen Doppeltreffer an. Gezählt werden natürlich nur die gesetzten gültigen Treffer. Treffer außerhalb der Fechtbahn, z.B. auf den Boden werden nicht mitgezählt. Die Kupferbahn selbst ist geerdet und lässt so keine Anzeige zu.

Regelverstöße werden in den meisten Fällen mit einer geben Karte (Verwarnung) und im Wiederholungsfall durch eine rote Karte (Straftreffer) geahndet. Beispiele: